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Als größte internationale Fachmesse ihrer Branche warb die Frankfurter Musikmesse schon im Vorfeld mit über 2200 Ausstellern aus 57 Ländern und international-renommierten Künstlern aus Klassik-, Rock-, Pop- und Schlagerszene. Die neuesten Innovationen der Musikbranche zum Anfassen und Ausprobieren, ein absolutes Muss für jeden Musiker und Musikliebhaber. Keine Frage, das konnte ich mir, als Studentin der Musikwissenschaft/Sound Studies, Hürth Rockt- Mitglied und Musikerin, nicht entgehen lassen. Die einmalige Chance die Musikmesse am Buisness Day gemeinsam mit Kommilitonen aus der Musikwissenschaft zu besuchen, wurde zu einem beeindruckenden Erlebnis.

110.000 Besucher aus über 140 Ländern durften vom 15. bis 18. April in den Frankfurter Messehallen die vielfältigen Produkte in den Bereichen Musikinstrumenten, Noten, Musikproduktion und -vermarktung, sowie auf der Prolight + Sound die neueste Veranstaltungstechnik entdecken. In diesem Jahr lagen die Schwerpunkte vor allem auf dem umfangreichen Entertainment-Programm aus Konzerten, Autogrammstunden und Workshops sowie der Nachwuchsförderung und musikalischen Früherziehung. Den ganzen Freitag und Samstag konnten auch Privatbesucher Messeluft schnuppern und waren eingeladen Musikinstrumente auszuprobieren, oder Livekonzerten zu lauschen.
Doch auch donnerstags am Buisness Day waren die Hallen gut gefüllt, kaum ein Moment der Stille wurde unseren Ohren gegönnt. Ob Trompete, Flöte, Gitarre, Schlagzeug oder Klavier, jedes Instrumente in vielfacher Ausführung, wurde getestet – im Zusammenklang konnte da niemand mehr von Musik sprechen. Kleinere Konzerte direkt an Messeständen verfolgten die Zuhörer per Kopfhörer, nur die größeren Bühnen konnten sich abseits der Hallen auch über die übliche Konzertbeschallung Gehör verschaffen.

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Doch nicht nur beeindruckende Klänge waren zu finden, auch Licht- und Schattenspiele mit den neuesten Tipps und Tricks aus der Veranstaltungstechnik durften bestaunt werden. In der Festhalle zum Beispiel wurde eine spektakuläre Lichtshow geboten und auf der Prolight + Sound gab es leuchtende Wasserfälle, wasserfeste Scheinwerfer und vieles mehr zu sehen.

Insgesamt war der Besuch der Frankfurter Musikmesse ein tolles Erlebnis mit vielen spannenden Eindrücken und Ideen. Eines ist als Messebesucher jedoch unerlässlich: gute Schuhe und Ausdauer, denn die Messehallen sind groß und die Wege lang. Jetzt heißt es nach der Messe ist vor der Messe und mein Fazit ist: Unbedingt wiederkommen, lasst euch die Chance nicht entgehen!

Interessant

Obwohl es immer mehr Online-Angebote gibt und kostenfreie Youtube-Tutorials, ist die analoge Notenbranche ist größer als gedacht. Vor allem mit autodidaktischen Werken kann sie bei den Käufern punkten, denn wer ein Instrument wirklich lernen will, der zahlt auch das benötigte Material, erfahren wir beim Besuch einiger Verlagsstände. Dennoch ergänzen manche Verlage, wie Voggenreiter, ihr Angebot, zum Beispiel mit Musikinstrumenten, wie hochwertigen Cajons oder dem absoluten Trend, Instrumente und musikalisches Spielzeug zur musikalischen Früherziehung.

Ähnliche werden auch unbekanntere Musikinstrumente vorgestellt, zum Beispiel die finnische Kantele, ein traditionelles Musikinstrument, dass in Finnland fast jedes Kind spielen kann, so wie hierzulande die Blockflöte oder das Xylophon. Die Kantele ist eine griffbrettlose Kastenzither, die zwischen fünf und 46 Saiten besitzt und meist die Grundstimmung D-Dur oder d-Moll hat. Eine abgewandelte Form wird an manchen Waldorfschulen unterrichtet.

Tops

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Für die Gitarristen unter euch, gab es natürlich zum einen Gitarren in allen Form, Farben und Ausführungen, doch wir haben noch etwas entdeckt. Effektgeräte in Miniausführung, kunterbunt und platzsparend. Eine praktischer Einfall, zu finden bei hotone.

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Eine spaßige Idee für Elektrofans sind die reactable Music cubes, mit denen auf einem Multi-Touch Screen in verschiedenen Ausführungen und Kombinationen verrückte Beats und ganze Musikstücke kreieren kann.

Kurios

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Die Schlagzeuger konnten natürlich ebenfalls eine Vielzahl an akustischen und elektrischen Sets ausprobieren, doch an einem kleinen Messestand wurde dann noch eine mir bisher unbekannte Form von Schlagzeug präsentiert: ein drum machine guitar pedal. So groß wie ein Effektgerät, funktioniert die kleine Box ähnlich wie eine Loop-Station und spielt eingespeicherte Drumbeats ab, zu denen man als Solokünstler dann performen kann. Für den Solo-Singer-Songwriter ohne Band sicher eine nette Idee, und dennoch ein wenig befremdlich. Ich persönlich bevorzuge dann doch ein Drumset samt Drummer auf der Bühne.

Weitere Informationen unter www.musik.messefrankfurt.com/frankfurt/de/besucher/willkommen.html

 

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Anna-Lena Oehmann

I am studying Musicology and British Literature at Bonn University in Germany and will spend my year abroad at Maynooth University near Dublin.