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Selten sieht man den Triumphbogen so ganz ohne viele Autos, Reisebusse… Doch gestern war autofreier Sonntag in Paris, “Journée sans voiture”. Schon vor einer Woche fand ich in einem kleinen öffentlichen Garten im Quartier Latin ein Plakat, dass die Aktion ankündigte.

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Auch ein verhältnismäßig leerer Verkehrsknotenpunkt vor dem Invalidendom.

Normalerweise herscht am Place Charles de Gaulle das reinste Verkehrschaos, welches man sich im übrigen gut vom Dach dieses historischen Bauwerks angucken kann. Neben der Aussicht auf den Rest der Stadt versteht sich. So ganz hat das mit dem Tag ohne Autos dann aber leider nicht funktioniert. Zwar waren bis zum Abend ein paar Straßen in der Innenstadt gesperrt. Aber die Stadt hat am Ende so viele Ausnahmen für Busse und Taxis gemacht – und wirklich kontrolliert wurde das ganze auch nicht – dass am Ende doch ein zwar reduzierter aber reger Verkehr auf den Straßen herrschte. Fast ein bisschen schade. Wahrscheinlich hat die Aktion aber wenigstens etwas zur Reduzierung des Smog-Problems der Stadt beigetragen. Der Tag war Teil der Umweltkampagne der Stadt Paris, die sich seit Anfang des Jahres offensiv für den Klimagipfel rüstet, der hier ab Ende November stattfindet. Seit Februar produziert sogar der Eiffelturm Windenergie.

 

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“La dame de ferre”

Der reduzierte Straßenverkehr machte das “Pique-Nique” auf den Wiesen vor dem Invalidendom am diesem sonnigen Nachmittag nach der ersten Uniwoche trotzdem um so gemütlicher. Bei schönem Wetter und mit einem frischen Baguette aus der Boulangerie als Proviant jedem nur zu empfehlen! Wenn man sich so umguckte schien ein Großteil der Stadt eine ähnliche Idee gehabt zu haben. Paris nutzt seine Parks und Gärten gerne, um mal aus den meist nicht all zu großen Stadtwohnungen rauszukommen und ein paar Sonnenstrahlen einzufangen.

Meine ersten Tage in der Uni verliefen soweit gut. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und sogar nicht nur andere ERASMUS-Studenten. Wobei die Gespräche in einer sehr gemischtenGruppe aus Italienern, Polen, Engländern, Norwegern oder auch Schweizern noch häufig ein sehr lustiger Mischmasch aus Englisch und Französisch ist. Die Themen meiner Kurse gefallen mir sehr gut. Habe mir bis auf einige Ausnahmen Kurse mit inhaltlichem Schwerpunkt auf Frankreich ausgesucht. Also lerne ich in den nächsten Monaten wohl noch so einiges über die Geschichte dieses Landes, vor allem über das 19. und 20. Jahrhundert. Allerdings werde ich Teile meines Stundenplans nochmal umbauen müssen. In all der chaotischen Organisation zwischen Institut, Universität und Internationalem Büro läuft in der Kommunikation wohl nicht immer alles glatt.

Aber Schwamm drüber, das wird schon. Ich freu mich jedenfalls – auch aufgrund des momentan anhaltend guten Wetters – auf die nächsten Tage, werde bestimmt den ein oder anderen Streifzug durch die Stadt unternehmen und bin gespannt was ich so erleben werde! :)

 

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Juliane Sprick

I am history student at Bonn University. But I am going to study at Sorbonne University in Paris for the winter term. Let's discover Paris - Allez hop!