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Herbstspaziergang über den Cimetière Père Lachaise.

Der meteorologische Herbstanfang ist zwar mittlerweile schon über anderthalb Monate her, doch bisher gab es immer mal wieder ein paar sehr warme Tage. Seit Anfang dieser Woche ist es jedoch deutlich kälter, kaum mehr als 15 Grad. Es ist offensichtlich Herbst. Zwischen kalte, ungemütliche Regentage mischen sich dennoch einige sonnige Phasen in denen man auch so langsam die sich immer weiter verfärbenden Blätter der Bäume betrachten kann. Dieses Farbspiel aus gelben, roten und letzten grünen Blättern gefällt mir doch immer sehr gut. Aber Herbstkinder haben da vermutlich auch einen speziellen Bezug zu. 😉 Ein Spaziergang bei Sonnenschein ist also ein absolutes Muss!

An den nicht so schönen Schmuddelwetter-Tagen hat man allerdings das Gefühl in der Stadt breitet sich eine Art leichter Herbstblues aus. Die Musiker in der Metro tendieren jetzt häufiger zu melancholischen Stücken und selbst als ich letztens das Küchenradio einschaltete lief mit „J’ai demandé à la lune” (Indochine) ein schöner und mir vorher schon bekannter, wenn auch trauriger Song. Anscheinend ist auch das Radio von der allgemeinen Tristesse eingeholt worden.

Großer Lesesaal Sorbonne

Großer Lesesaal Sorbonne

Zwischen meinem letzten Blogeintrag und diesem liegen leider mehr Tage als gedacht. Die letzten Wochen haben mir unerbittlich deutlich gemacht, dass es keine gute Situation ist, wenn das Ende des Semesters in Deutschland mit dem Anfang des Semesters im Ausland kollidiert. So fand ich mich doch deutlich häufiger in der Bibliothek, um noch an letzten Aufgaben des alten Semesters zu arbeiten, als vorher gedacht. Aufgrund des nicht immer schönen Wetter aber auch gar nicht so schlimm – schließlich lässt es sich im großen Lesesaal der Sorbonne gut aushalten.

Großer Lesesaal Sorbonne

Großer Lesesaal Sorbonne

Mittlerweile habe ich aber endlich alle verbliebenen Aufgaben bewältig und kann mich nun wirklich voll und ganz auf Paris und mein Studium hier konzentrieren. :) Im Lesesaal der Sorbonne ist es ein bisschen anders als man es aus Bonn gewohnt ist. Allgemein ist es im Vergleich etwas lauter, der Raschelpegel etwas höher. Das liegt vermutlich unter anderem daran, dass man hier seine gesamten Sachen plus Jacke mit in den Saal, beziehungsweise in die gesamte Bibliothek, mitnehmen darf. Auf der anderen Seite spart das aber  ein auch an den obligatorischen Euro für die Schließfächer denken zu müssen. Wie sonst ist es zu Stoßzeiten  manchmal schwierig noch einen Platz zu finden. Es kann aber viel eher noch dazu kommen gar nicht in die Bibliothek reingelassen zu werden. Denn bei Überfüllung wird der Einlass jeweils für kurze Zeit gestoppt:

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Nach kurzer Wartezeit hat man aber meistens Glück ;)

Nach getaner Arbeit kann man – insbesondere an verregneten Nachmittagen – guten Gewissens super in eines der vielzähligen Cafés gehen. In so gut wie jedem Quartier findet sich nach wenigen Minuten Suche ein äußerst adäquates Plätzchen und man kann entspannt eine Tasse Café Crème oder eine Chocolat chaud genießen. Vraiment formidable! Dennoch gebe ich gerne zu, dass ich mich, auch was die höheren Temperaturen betrifft, schon sehr auf meinen Ende der Woche anstehenden Besuch in Valencia freue…

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Juliane Sprick

I am history student at Bonn University. But I am going to study at Sorbonne University in Paris for the winter term. Let's discover Paris - Allez hop!

2 CommentsLeave a comment

  • Hach, der Stuck… ♥
    Meiner Produktivität wäre der aber vermutlich nicht gerade zuträglich – ich würde wahrscheinlich ständig nur dasitzen, nach oben gucken und überhaupt nichts schaffen… 😉