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22.09.2015; Taupo
Der Lake Taupo war für mich eines der wichtigsten Ziele, da er mir mehrfach empfohlen wurde. Morgens schaffe ich es endlich mal wieder Sport zu treiben. Ich laufe entlang des Sees bis zum Yachthafen im strahlenden Sonnenschein.

So lässt es sich doch aushalten. Zum ersten Mal kann ich draußen frühstücken, da die Temperaturen gefühlt bei angenehmen 18 Grad liegen. Auf der Terrasse unseres Hostels gönne ich mir meinen morgendlichen Kaffee, während ich das Panorama genieße; vor mir liegt der Lake Taupo, ringsherum befinden sich Hügel und im Hintergrund ragen die schneebedeckten Gipfel mehrerer Berge in den Himmel.


Pavel und ich verspüren einen Bewegungsdrang, daher packen wir uns ein paar Lebensmittel und unsere Badehosen ein und gehen los. Wir wandern weg vom Lake Taupo entlang des Waikato Rivers. Unser erster Stopp ist an einer der vielen Stellen, an denen man seine Höhentauglichkeit beweisen kann. Neben dem klassischen Bungeejumping kann man hier auch eine Art Riesenschaukel benutzen, bei der man von einem Kran festgehalten wird, bis sich plötzlich die Halterung öffnet und man durch das Flusstal schwingt.


Als nächstes halten wir an einer heißen Quelle. Badehose anziehen und reinspringen! In dem etwa 40 Grad heißen Wasser lässt es sich hervorragend aushalten 😉


Nach dieser Wohltat ziehen wir weiter Richtung Hamurana Falls. Die Tosenden Wasserfälle sind wirklich ein Touristenmagnet für Taupo. Auch wir können uns davon natürlich nicht freisprechen.


 

23.09.2015; Wai-O-Tapu

Heute fahren wir zum Wai-O-Tapu-Park, ein Gelände mit starker geothermischer Aktivität. Dafür ist die Gegend hier allgemein bekannt. Auch wenn ich mir anfangs nicht ganz sicher war, warum ich dorthin fahren soll, schließlich hat mir Rotorua schon gestunken, so bin ich im Nachhinein doch froh, dort gewesen zu sein.


Neben den farbigen Becken und Tümpeln mit allerlei Mineralien und Substanzen sehen wir noch einen Geysir.

Während viele Asiaten beim Ausbruch regelrecht ausflippen, sind Pavel und ich relativ unbeeindruckt. Gut, man muss ja auch nicht alles super finden. Hat auf jeden Fall trotzdem Spaß gemacht und das ist ja das Wichtigste.

 


 

 

25.09.2015; New Plymouth

Um auch den westlichsten Teil der Nordinsel zu bereisen, sind wir gestern nach New Plymouth zum mächtigen Mount Taranaki gefahren. Auch wenn wir den Berg nicht bezwingen, so wollen wir doch wenigstens das bombastische Wetter ausnutzen und daher gehen wir die rund 12 km des Coastal Walkway ab.

Das brausende Meer prallt mit voller Wucht auf die teilweise felsige Küste und nach wenigen Kilometern finden wir den schwarzen Sandstrand, wo wir unsere Schuhe ausziehen und barfuß darüber laufen. Um weiter dem eigentlichen Wanderweg zu folgen, verlassen wir den Strand und laufen (weiterhin barfuß) entlang der Küstenlinie.

Bereits nach kurzer Zeit stelle ich fest, dass das gar keine gute Idee war, da ich jetzt eine riesige Blase am linken Fußballen habe. Ich muss die Schuhe wieder anziehen. Schade, denn ich hab mich hier in Neuseeland nämlich langsam daran gewöhnt regelmäßig barfuß zu sein. Und ja, ich erinnere mich, vor kurzer Zeit noch darüber verwundert gewesen zu sein, wie die Kiwis das machen können. 😀


26.09.2015

Pavel und ich nehmen unseren Mietwagen und fahren einfach mal los. Mitten ins Blaue und keine Ahnung wohin. Einen angenehmes Gefühl von Freiheit überkommt mich. Wir folgen der Hauptstraße raus aus der Stadt und biegen nach ein paar Kilometern ab, um zu einem nahegelegenen See zu fahren.

Wir stiefeln in eine Richtung los, bis uns ein Absperrband stoppt. Warum man die Sperrung nicht schon am Parkplatz (=Startpunkt) bekannt gibt, bleibt mir ein Rätsel.

Also drehen wir um und gehen andersherum am See entlang. Im Hintergrund ragt der Mount Taranaki in die Höhe. Egal wo man sich befindet, der Berg ist immer sichtbar und dient als Orientierungshilfe.


Da die Wanderung kürzer ausfällt als gedacht, fahren wir noch in einen botanischen Garten, wobei wir zeitlich leider zu früh dran sind. Die wenigstens Pflanzen stehen bereits in der Blühte. Naja, ein Spaziergang durch einen Garten ist ja eigentlich zu jeder Jahreszeit etwas Schönes.
Abends nötige ich Pavel noch auf den Paritutu Rock zu klettern, ein 154 Meter hoher Felsen der aus der sonst flachen Landschaft heraussticht. Wie steil der Anstieg ist, wird mir erst klar, als es schon zu spät ist. Um auf die Spitze zu gelangen, muss man sich während dem Klettern an einer Eisenkette festhalten. Obwohl der Weg nach oben vergleichsweise angenehm ist.


Wir betrachten den Sonnenuntergang und mir wird zu meiner Schande bewusst, dass das mein erster in Neuseeland ist. Und das, obwohl ich hier schon drei Monate bin!

Jetzt kommt der besonders spaßige Teil: der Abstieg. Ich würde ja gerne behaupten, dass es für mich ein Klacks war, aber jeder der mich etwas näher kennt, weiß, dass ich nicht ganz frei von Höhenangst bin. Während Pavel ohne Bedenken herunter klettert, brauche ich gefühlt doppelt so lange wie er.
Den späteren Abend verbringen wir wie tags zuvor im Hostel mit den anderen Backpackern. Die Runde besteht aus Deutschen, Franzosen, einem Tschechen, einem Kiwi und einem Kanadier. Lange habe ich schon nicht mehr so viel gelacht, obwohl wir uns nur über Alltägliches unterhalten. Unter anderem lerne ich Leon kennen. Da er ebenfalls nach Wellington reisen möchte, verbringt er die nächsten Tage mit uns. Morgen geht’s weiter nach Wanganui und danach steht meine erste größere Wanderung an. Ich bin gespannt wie es laufen wird, aber trotzdem auch motiviert!

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Alexander Hirzmann

This year Alex will take the opportunity to visit New Zealand for about one year. With this, his lifetime dream comes true.

1 CommentLeave a comment

  • Draußen frühstücken, die Sonne und die Kombination aus Bergen und Seen… wirklich cool!! Da kann Irland nicht mithalten.. Neuseeland steht auf jeden Fall auf meiner Reiseliste 😀