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Hallo Welt! Wie fängt man seinen ersten Blogeintrag an und was schreibt man rein? Alles was man erlebt oder lediglich das, was den Leser oder die Leserin interessieren könnte?  Zur Vereinfachung für den folgenden Eintrag sowie allen weiteren, wollen wir hier zur dritten Person Singular “Er” zurückgreifen.

Der Abflug von Düsseldorf nach Saigon oder auch Ho-Chi-Minh-Stadt mit Zwischenstopp in Dubai dauerte zusammengenommen 15 Stunden. Geflogen wurde mit Emirates, was sehr angenehm war,  da das Personal,  die Verpflegung sowie weiteres absolut zufriedenstellend war. Angekommen in Saigon um knapp 19:20 Uhr Ortszeit, also 13:20 Uhr deutscher Zeit,  wurde ich von der tropischen Hitze und Feuchtigkeit erschlagen. Hier in Südvietnam sind es regelmäßig 33°C mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Nun, abgeholt von meinem Großvater ging es dann zu seinem Haus in der Stadt und natürlich war der Verkehr auf den Straßen ganz anders als in Deutschland. Die Menschen fahren mit ihren Rollern,  Motorrädern, Autos usw. kreuz und quer über die Straßen und als Fußgänger muss man dann entsprechend auf den Verkehr achten. Nichts neues für einen alten Veteranen wie mich, jedoch immer wieder faszinierend zu beobachten, wie die Menschen hier mit einer Leichtigkeit und man möchte schon fast sagen Grazilität, hier fahren.

Gestern also, am Tag nach meiner Ankunft, war ich mit meinem Großvater in der Stadt unterwegs.  Wir haben uns erkundigt,  von wo aus der Bus Richtung Binh Duong abfährt,  wo ich nächste Woche mein Praktikum beginne,  sind dann zum Großen Markt gefahren, der allerlei schöne und interessante Sachen anbot,  sind zum Palast der Einheit, welcher bis zur Einheit Vietnams als Regierungssitz  der südvietnamesischen Regierung diente, haben uns das Stadtzentrum angeguckt und sind wieder nach Hause gefahren.  Da wir mit dem Bus gefahren sind und etwa 30 Minuten gebraucht haben zur Haltestelle nach Binh Duong und das bei relativ gutem Verkehr, habe ich mich entschlossen,  eine günstige Wohnung bzw. ein Zimmer mir in der Nähe von Distrikt 1 oder in Distrikt 1 selbst, zu mieten.

Wann fängt das Leben der Menschen in Vietnam an, fragt ihr euch eventuell. Nun, es fängt viel früher an als in Deutschland. Um 5 sind die allermeisten  Menschen (schon längst ) wach und gehen ihrer Arbeit nach oder sind auf dem Weg zu dieser. Die Menschen hier sind findige Leute,  die zu überleben wissen, geprägt von jahrelangen Kriegen und Konflikten gegen die USA, China, Japan und Frankreich, doch dazu später mehr in einem eigenen Blogeintrag,  dem ich dann der politischen Diskussion widmen möchte.

Mein Großvater, der als Kind in Dresden deutsch gelernt und sein Abitur gemacht hat, danach ebenfalls in Deutschland Agrochemie studiert hat, hat nach dem Vietnamkrieg als Dolmetscher und Übersetzer gearbeitet und hat zahlreiche Literatur ins vietnamesische übersetzt, als Beispiel soll hier Goethes Werk “Faust” dienen. Heute arbeitet er noch als Reiseleiter und Führer und konnte schon zahlreiche deutschsprachige Touristen das schöne Vietnam zeigen, davor hat er unter anderem vermehrt für deutsche Delegationen der Politik und Wirtschaft übersetzt. Wenn ihr also einen sprachgewandten und klugen Führer braucht, dann schreibt mir ruhig und ich leite das gerne weiter. *ad closed*

Da ich jetzt erst meinen zweiten Tag in Vietnam verbringe und es hier auch erst 9:50 morgens ist, gibt es nicht noch mehr zu schreiben. Ich versuche wöchentlich wenigstens einen Eintrag hier zu verfassen. Natürlich wird es um allerlei gehen. Eindrücke aus Vietnam,  Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, garniert mit einigen Bildern und Geschichten. Ich freue mich schon auf den nächsten Eintrag.  Wir lesen uns!

 

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Viet Nguyen

Viet is a student of Asian Studies in Bonn University. For an internship at the Vietnamese German University, he is going to Vietnam for six months.

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