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Das Schloss Versailles war seit Ende des 17. Jahrhunderts der offizielle Sitz des französischen Königs. Im Jahr 1661 begann Ludwig XIV. das schon vorhandene Anwesen in Versailles nach seinen Wünschen auszubauen. Es wurde der Inbegriff des Absolutismus. Die Architektur, die Ausstattung sprechen für sich. Die Fassade kündigt an, was sich im Inneren fortsetzen wird.

 

Zu Beginn des Rundgangs durch das Schloss gab es erstmal einen Lichtblick. Zwar waren im Schloss doch mehr Leute unterwegs als gedacht, und es war ziemlich voll, dennoch veriet ein Hinweisschild am Eingang dankenswerterweise: Hier sind Selfie-Sticks verboten! 😀 Dann geht es auch schon direkt los. Es geht durch endlose Gänge, riesiegen, beeindruckenen Hallen und Sälen, aber auch durch die ehemaligen Privaträume der Königsfamilie. Das Schlafzimmer des Königs, sowie das der Königin, sind einer der wenigen Wohnräume, die bis heute wirklich mit dem originalen Mobiliar daher kommen. In den anderen Räumen muss man es sich heutzutage dazudenken. Dennoch fiel mir auf, dass es, wenig überraschend, in so einem riesigen Gebäude nahezu unmöglich war einigermaßene Gemütlichkeit zu konstruieren. Dank der wirklich schönen und großen Fenster ist das Schloss zwar fast durchgängig lichtdurchflutet, doch insbesondere in den Schlafgemächer ist es sehr stickig und man ist fast froh, wenn man wieder in einer der größeren Räume landet. Wirklich beneiden kann man die Menschen, die dort früher gelebt haben nicht.

Der Flyer zur Ausstellung

Der Flyer zur Ausstellung

Nach den königlichen Privaträumen, dem berühmten Spiegelsaal und der wirklich enormen Schlachtengalerie, hab ich mir dann noch die aktuelle Sonderausstellung des Schloss-Museums angeschaut. Zum diesjährigen 300sten Todesjahr Ludwig XIV gibt es im Versaillers Schloss derzeit eine Ausstellung über dessen Tod. Das mag zunächst merkwürdig erscheinen. Doch spätestens nachdem man diese besucht hat, erschließt sich einem das Konzept. Natürlich, wie hätte es anders sein könenn, waren auch die letzten Tage des Sonnenkönigs eine einzige Inszenierung, wie sie hätte größer und pompöser nicht sein können. Leider durfte man in der Ausstellung keine Bilder machen. Denn der erste Ausstellungsraum stellte das Totenbett Ludwigs mit allen nur möglichen Details, die der Raum damals ebenfalls beinhaltet hat. Er ist nach einer offziellen Zeichnung und weiteren Zeitzeugnissen rekonstruiert worden. Düster, komplett in dunkelblau getaucht, inklusive Totenköpfen und allem was der Barock zum Thema Tod zu bieten hatte. Und das war bekanntermaßen einiges. Den Gang durch die Ausstellung folgend wird der fast zweimonatige Zeremonienmarathon bis zur endgültigen Bestattung in Saint-Denis dargestellt. Aber man lernt auch wie eine königliche Beerdingung in anderen Königshäusern aussah. Ziemlich interssant! :)

Anschließen ging es dann etwas ermattet und müde von dem langen und ausgiebigen Ausflug wieder mit dem Zug zurück nach Paris.

 

Statur von Ludwig XIV. vor dem Schloss.

Statur von Ludwig XIV. vor den Toren des Schlosses.

 

 

 

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Juliane Sprick

I am history student at Bonn University. But I am going to study at Sorbonne University in Paris for the winter term. Let's discover Paris - Allez hop!

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