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Valencia, 23.12.2015

Es ist noch ein Tag bis Heiligabend. Das Semester ist vorbei, denn die Vorlesungszeit geht hier nur bis Dezember. Heute Mittag hatte ich meine letzte Vorlesung und morgen früh fliege ich nach Hause, um dort mit meiner Familie und mit Freunden Weihnachten und Silvester zu feiern, bevor ich im Januar wieder herkomme. Vor etwa anderthalb Stunden habe ich meine Hausarbeit bei meiner Dozentin eingereicht und meine Tasche für morgen ist fast fertig gepackt. Ich habe somit also heute Abend offiziell Freizeit. Was ist da also besser, als noch einmal vor Weihnachten bei Blogventure einen Beitrag zu schreiben? Schließlich bin ich noch zwei Berichte von unserer Reise in den hohen Norden schuldig und bereits mehrere Wochen im Verzug! Daher also lange Rede, kurzer Sinn: weiter geht es mit dem Bericht aus Pamplona!

Nach unserer nächtlichen Bergtour auf dem Weg von Cuenca erreichten wir die Stadt am späten Abend. Die Besichtigung musste also bis morgen warten, denn nach der langen Reise waren wir alle recht müde. Nach einer Kleinigkeit zu essen und einem Bier ging es daher recht schnell ins Bett. Am nächsten Morgen brachen wir dann auf, um Pamplona zu erkunden.

Zum Vergleich einmal ein Schild auf spanisch und eines auf baskisch. Es sind tatsächlich zwei völlig unterschiedliche Sprachen.

Vergleich Spanisch-Baskisch

Der Name der Stadt stammt von ihrer ursprünglich römischen Gründung. 74 v. Chr. als “Pompeopolis” gegründet, wurde daraus schnell “Pompaelo” und, mit der Entstehung der spanischen Sprache, schließlich der heutige Name. Zwar ist Pamplona nicht Teil des Baskenlandes, aber liegt nur eineStunde mit dem Auto von San Sebastián entfernt und ist eindeutig von der baskischen Kultur geprägt. Alle Schilder auf spanisch und auf baskisch vorhanden und neben dem spanischen Namen trägt die Stadt zusätzlich den baskischen “Iruña”.  Auf dem Foto habe ich zwei Schilder mit spanischem und baskischem Text zum Vergleich zusammengeschnitten. Es ist tatsächlich eine vollkommen andere Sprache, die nur ganz entfernt mit dem Spanischen zu tun hat. Selbst für Spanier ist die Sprache unverständlich,  So heißt die Sprache selbst auf spanisch zwar “vasco”, auf baskisch aber “euskera”. Sie ist die einzige westeuropäische Sprache, die nicht der indogermanischen Sprachfamilie angehört und die einzige ‘isolierte’ Sprache Europas. Ihre genaue Herkunft ist unbekannt, es gibt allerdings seltsamerweise Verwandschaften mit dem Finnischen und dem Ungarischen. Eine bizarre Mischung also.

Zu viel Text, zu wenige Fotos. Hier erst einmal die Galerie unseres Besuches! :)

Wir verbrachten den Großteil des Tages mit der Besichtigung, bevor wir am frühen Abend unsere Reise fortsetzten, um nach San Sebastián zu fahren. Nach dem etwas grauen und bewölkten Vormittag (die einzige Zeit während der Reise, zu der wir keinen Sonnenschein hatten) klarte es Nachmittag erfreulicherweise auf. Allerdings war es im Norden deutlich kälter als in unserem kleinen, mediterranen Mikroklima in Valencia, sodass man sich schon beinahe wie im Dezember vorkam! Aber auch nur beinahe… im Unterschied zu Valencia gibt es im Norden allerdings auch einen richtigen Herbst, mit verfärbten Blättern und allem Drum und Dran. Wie sehr mir das hier fehlt (ich liebe den Herbst!) habe ich erst in Pamplona gemerkt, als ich während unseres Spaziergangs im Park nicht aufhören konnte, Bilder von den bunten Bäumen zu machen (ist in der Galerie nur bei genauem Hinschauen erkennbar).

Der letzte Bericht der Reise aus San Sebastián wird in den nächsten Tagen kommen. Durch meine Reise und die Weihnachtsfeiertage könnte sich das wieder etwas verzögern, aber der Beitrag ist bereits in Arbeit! :)

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Cornelius Lilie

I am a student of History and Political Studies at Bonn University in Germany and I will study at Valencia, Spain for a semester.