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Nachdem wir uns von Jonas verabschiedet haben, mache ich mich mit Molly und Esther auf den Weg zurück nach Motueka, um den Termin für unser Vorstellungsgespräch wahrzunehmen. Obwohl Jonas in die gleiche Richtung zurückreisen möchte, kann er leider nicht bei uns mitfahren, da das Auto schlicht und ergreifend zu voll ist – schade. Er wird es wieder per Anhalter probieren – erfolgreich, wie ich später erfahre.
Auf der Fahrt denke ich über das Gespräch nach, welches uns noch bevorsteht. Wie professionell bzw. formell wird es ablaufen? Welche Anforderungen werden sie an uns stellen? Wird es so entspannt, wie das restliche Leben hier? Schließlich handelt es sich nur um einen einfachen Helferjob… Nach wenigen Minuten wird mir klar; Es ist entspannt. Nach den üblichen Fragen „Was für eine Erfahrung bringt ihr mit?“ und „Wie lange habt ihr vor zu bleiben?“ wird uns der Vertrag ausgehändigt und wir können wieder gehen. Das war einfacher als gedacht… Das Einzige was noch nicht feststeht, ist unser erster Arbeitstag. Nach mehreren Wochen erfolgloser Jobsuche bin ich etwas pessimistisch geworden, wenn ich den Satz höre: „Wir rufen euch/dich an.“ Daher verbringe ich die nächsten zwei Tage doch relativ angespannt. Tatsächlich kommt Esther zwei Tage später in unser Zimmer und sagt: „Talleys haben angerufen, sie brauchen uns doch nicht mehr.“ … „Wie jetzt?“ denke ich mir. Nachdem ich sie ein paar Augenblicke entgeistert angeschaut habe, fängt sie an zu grinsen, meint: „Nee ich mache nur Spaß, wir fangen nächsten Mittwoch an.“ und schlägt dabei die Tür zu. Schon lange wurde ich nicht mehr so sehr reingelegt! 😀 Jedenfalls fällt mir dann doch ein Stein vom Herzen erstmal eine bezahlte Anstellung gefunden zu haben.

 


Der nächste Schritt

Gut, einen Job habe ich also, jetzt brauche ich nur noch ein Zimmer. Wir fahren zum Supermarkt und durchforsten die Inserate. Nachdem wir fünf Personen geschrieben haben, befinden wir uns keine zwei Stunden später zur Besichtigung in der ersten Wohnung. Das finde ich klasse an Neuseeland; Obwohl hier alles etwas entspannter ist, kann man Manches sehr schnell und kurzfristig organisieren. Die Menschen hier sind einfach sehr flexibel. Trotzdem bin ich mir nach den ersten drei Wohnungen nicht ganz sicher, ob ich nicht doch lieber im Hostel bleibe. Am nächsten Tag besichtigen wir die günstigste Wohnung… die überraschender Weise auch die beste ist! Hier fühle ich mich wohl. Eigenes Zimmer, eigenes großes Bett, viel Privatsphäre. Für umgerechnet etwa 50€ pro Woche kann ich hier wohnen. Nächsten Dienstag ziehe ich ein. Die Mädels finde eine Wohnung keine 500 Meter entfernt.
Ich habe innerhalb von 48 Stunden die Zusage für einen Job bekommen und eine Wohnung bzw. ein Zimmer gefunden, sowas muss man mal in Deutschland probieren! 😀 Anscheinend werde ich jetzt doch sesshaft in Neuseeland, nachdem ich drei einhalb Monate gereist bin.
Bevor ich jedoch einziehe, möchte ich das Wochenende noch im Hostel leben, denn
1. Kann ich hier den heißen Pool nutzen und
2. Komme ich in meinem Hostel schnell mit Leuten in Kontakt, was mir viel Spaß macht.

Freitag und Samstag wird dementsprechend etwas entspannt und ich unterhalte mich viel mit anderen Backpackern und Reisenden aller Altersgruppen. Molly und Esther sind bereits in ihre neue Wohnung gezogen. Unter anderem unterhalte ich mich mit Stephan (bei dem Namen bin ich mir nicht mehr ganz so sicher :D) aus Frankreich, der Neuseeland mit dem Rad bereist. Auf der Nordinsel habe ich Radreisende relativ selten gesehen, aber hier auf der Südinsel trifft man solche öfter. Er erzählt mir von seinen Reisen durch verschiedene Länder – wirklich spannend!


 

Für Sonntag ist eine Wanderung im Abel Tasman National Park geplant; 30 km wandern entlang vieler Buchten, Wälder und Stränden. Es wird eins meiner Highlights in Neuseeland werden!

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Alexander Hirzmann

This year Alex will take the opportunity to visit New Zealand for about one year. With this, his lifetime dream comes true.