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Valencia, 12.01.2015

Frohes neues Jahr zusammen! :)

Ich weiß, ich hatte  diesen Eintrag eigentlich schon viel früher angekündigt. Aber zwischen den Weihnachtsfeiertagen, den Silvesterfeierlichkeiten, Familienbesuchen während meines Fronturlaubs und der inzwischen anlaufenden Klausurenphase fehlte leider ein wenig die Zeit, um Fotos hochzuladen und den Eintrag fertigzuschreiben. ¡Lo siento! Aber hier ist er nun und ich hoffe, das Warten hat sich gelohnt! :)

Nach unserem kurzen Aufenthalt in Pamplona erreichten wir San Sebastián am frühen Abend. Unsere Wohnung dort war frisch renoviert und der Besitzer, ein relativ junger Feuerwehrmann, kam sogar persönlich vorbei, um sicherzustellen, dass uns nichts fehlte. Da es leider Sonntag war, konnten wir nicht einkaufen, sodass ich aus den Resten unseres Reiseproviants Spaghetti mit improvisierter (aber glücklicherweise dennoch recht gut schmeckender) Soße zusammenbasteln musste. Anschließend ging es dann auf eine abendliche Erkundungstour durch die Stadt, an den Strand und nicht zuletzt durch die Bars der Altstadt. San Sebastián hat die höchste Dichte an Kneipen, Bars  und Restaurants weltweit! Es bestand also genügend Auswahl und wir verbrachten einen großartigen ersten Abend, bevor wir am nächsten Morgen wieder in die Stadt aufbrachen.

San Sebastián (oder auf baskisch Donostia) ist eine der schönsten spanischen Städte, die ich bisher besichtigt habe. Die Lage an der großen Bucht, die Gebäude, das perfekte Wetter – wir hatten unglaubliches Glück, dass wir im Dezember im T-Shirt herumlaufen konnten, denn normalerweise regnet es zu dieser Jahreszeit im Baskenland fast nur – es war einfach fantastisch. Nach dem Frühstück wurden Strand und Bucht erkundet (dabei gab es noch ein Fotoshooting mit einem improvisierten Schokoladennikolaus, eigentlich einer der heiligen drei Könige, da es der 06.12. war) und am Nachmittag stiegen wir zu der großen Jesusstatue hinauf, die über der Stadt und der Bucht aufragt. Der Ausblick war unbeschreiblich, haushohe Wellen an den Klippen, die sinkende Wintersonne über dem Wasser der Bucht und im Hintergrund hinter den Ausläufern der Stadt die baskischen Berge, die sich bis an den Horizont zogen – wundervoll! Ich hoffe, die Bilder können zumindest einen Teil der großartigen Eindrücke vermitteln! :)

Am Abend dieses langen Tages ging es noch ein weiteres Mal hinein in das Gewimmel an Tapas-Bars, Restaurants, kleinen Kneipen und Clubs in der Altstadt von Donostia. Diesmal waren wir zu fünft, denn “unser” Feuerwehrmann hatte sich uns für den Abend angeschlossen, um uns die besten Lokale der Stadt zu zeigen – wir wurden nicht enttäuscht! Nach einem ausgiebigen Abend ging es dann zurück in die Wohnung, wo wir zum Abschluss unseres letzten Abends die Surround-Sound-Videoanlage unseres Vermieters nutzten, um unsere Reise mit einem gemütlichen Horrorfilm ausklingen zu lassen.

Und dann war es auch schon der Morgen der Abreise, viel zu früh (sowohl von der Länge unserer Reise als auch von der Kürze der letzten Nacht her). Theresa, Josh und ich ließen es uns nicht nehmen, den letzten Morgen mit einem kurzen Sprung in den eiskalten Atlantik zu beginnen, keineswegs angenehm, aber eben eine dieser verrückten Dinge, die man mit Freunden auf Reisen dieser Art macht. Das sind dann später die Geschichten, bei denen man die anderen irgendwann fragt: “Wisst ihr noch, als wir damals in San Sebastián im Dezember ins arschkalte Wasser gesprungen sind?” Und dann wird Josh antworten: “Ja, als ich meine Kamera am Strand liegen gelassen habe!” Leider wahr. :( Das bemerkten wir dummerweise erst auf der Rückfahrt, als wir schon auf halber Strecke nach Valencia waren. Somit gingen uns leider die Hälfte unserer Fotos verloren und Josh seine neue Kamera. Ein leider etwas unschöner Abschluss zu der ansonsten großartigen Reise! Immerhin in diesem Punkt waren wir uns bei der Ankunft daheim alle einig! Baskenland? Jederzeit wieder!

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Cornelius Lilie

I am a student of History and Political Studies at Bonn University in Germany and I will study at Valencia, Spain for a semester.