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jigsaw

Valencia, 13.01.2016

Hallo Blogventure! Ich möchte ein Spiel spielen!

Wer die Horrorfilmreihe SAW geschaut hat, hat diesen Satz, das Video und die Puppe im Titelbild bereits als Bestandteil der Filme erkannt. In ihnen werden Menschen von einem Verrückten eingesperrt, der ihnen bestimmte Aufgaben gibt, die sie in einer bestimmten Zeit lösen müssen, um zu überleben. Und genau in so einer Situation befand ich mich vorgestern Abend mit einer Gruppe von Freunden. Naja, fast. Ohne den verrückten Serienkiller. Und die Todesdrohungen. Und die tödlichen Fallen. Und wir mussten uns nicht gegenseitig umbringen, um zu überleben… Also eigentlich gar nicht wie SAW.

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Der Veranstalter, ‘The X-Door’

Aber irgendwie schon ein bisschen! Denn wir sind vorgestern Abend in einen ‘escape room’ gegangen. Von einer Firma organisiert wird man in einem Raum eingesperrt und muss sich innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits (in unserem Fall eine Stunde) aus diesem befreien. Dazu muss man eine Reihe von Hinweisen finden, die überall in dem Raum versteckt sind. Und diese können wirklich jegliche Form und Farbe haben: wir wurden mit zahlreichen Schlössern, Zahlen-, Buchstaben- und Zahlenkombinationen, Bilderrätseln, Radiofrequenzen, UV-Schrift, Farbsequenzen, uvm. konfrontiert. Teilweise mussten wir Batterien suchen, um eine Fernbedienung zu bedienen, mit der wir einen Bildschirm anschalten konnten, auf dem der 12515983_1194283073918752_960184316_nnächste Hinweis lag. Es gab Suchspiele im Stile von ‘Wo ist Walter?’, ein 3-D-Bildschirm, zu dem man erst das passende Sehgerät finden musste, und den man erst bedienen konnte, wenn man an unterschiedlichen Orten Maus und Bildschirm zum zugehörigen Computer gefunden hatte… kurzum: was auch immer man sich an Rätseln vorstellen konnte, gab es vermutlich in diesem Raum. Im Folgenden nur einige Beispiel noch einmal ein wenig veranschaulicht. Einige der Bilder stammen von der Homepage der Firma, andere habe ich zu Anschauungszwecken per Google gesucht.

Spoiler-Warnung: Sollten sich unter den Lesern Erasmus-Studenten aus Valencia befinden, die eventuell noch bei ‘The X-Door’ mitspielen wollen, dann hört jetzt hier auf, mitzulesen. Im Folgenden werden Details aus dem Spiel verraten, die euch den Spaß verderben könnten!

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Die Überlebenden nach dem Spiel ;)

Die ganze Sache war wirklich unglaublich genial inszeniert und hat einen Riesenspaß gemacht! Am Ende konnten wir mit 01:11 von 60 Minuten aus dem Raum entkommen, nachdem wir am letzten Rätsel aufgrund eines Flüchtigkeitsfehlers beinahe gescheitert wären: In dem Kryptex befand sich ein Pergament mit vier geometrischen Formen darauf. Deren Ecken musste man zählen, um das letzte Zahlenschloss zu öffnen, hinter dem sich die vier Schlüssellöcher befanden, die man brauchte, um die Tür zu unserem Raum zu öffnen. Da wir aber leider in unserer Eile auf den ersten Blick bei der letzten Form sieben statt acht Ecken gezählt hätten, suchten wir frenetisch weiter, bis uns bei einem zufälligen zweiten Blick unser Fehler auffiel. Gerade noch einmal gut gegangen! Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir es nicht geschafft hätten? Nicht, dass sich da doch jemand noch ein paar SAW-mäßige Überraschungen bereitgehalten hätte, aber man kann ja nie sicher sein…

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Der Siegeskuchen mit ungeduldig (nicht) wartender Hand

Um unseren Sieg zu feiern, ging es dann hinterher noch zu einem gemeinsamen Abendessen. Typisch spanisch begann dieses um ca. 23:30 Uhr. Das Essen selbst war allerdings wenig spanisch: Hamburger und Kuchen zum Nachtisch. Besonders letzterer war fantastisch und mir (obwohl ich normalerweise zutiefst Menschen verachte, die ihr Essen abfotografieren) tatsächlich ein Bild wert. Was man nicht alles für seinen Blog tut! 😉

Eine gelungene Ablenkung während des Klausurenstresses also, dieser Abend! Wer auch immer die Gelegenheit hat, an einem solchen ‘escape game’ teilzunehmen, dem sei das hiermit wärmstens empfohlen! Es macht unglaublich spaß, ist eine tolle und aufregende Herausforderung und eine großartige Abwechslung von den Dingen, die man sonst so im Alltag tut! :)

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Cornelius Lilie

I am a student of History and Political Studies at Bonn University in Germany and I will study at Valencia, Spain for a semester.