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Um meinen letzten Monat in Paris auch richtig auszukosten, habe ich die letzten Tage den Aktivitätenrhythmus deutlich angezogen. Ich mutiere fast zu so einer Art Supertourist. Schließlich möchte ich so viele Eindrücke dieser Stadt sammeln, wie möglich. Natürlich ist Paris nicht aus der Welt, gerade wenn man im Rheinland wohnt. Trotzdem hatte ich während der letzten Monate hier ja auch nicht immer Gelegenheiten dazu und meine Freizeit öfter mal nur genutzt, um wieder Luft zu holen. Das ist seit Weihnachten alles etwas entspannter und so hatte ich mir noch einiges für den Januar vorgenommen. Ich war in den letzten Tagen unter anderem im Museum des Centre Pompidou, in der Comédie-Française und habe auch das allererste Mal überhaupt eine Moschee besucht – und zwar die “Grande Mosquée de Paris”. Doch bevor ich von dem Besuch dort berichte, noch erst zurück zu unserem Theaterbesuch.

Wir sahen uns mit ein paar Leuten zusammen “Roméo et Juliette” an. Oder wir versuchten es zumindest. Denn es war gar nicht so leicht dem Ablauf auf der Bühne von unseren Plätzen zu verfolgen. Da wir natürlich keine Karten im Voraus gebucht hatten, trafen wir uns am frühen Abend vor der Vorstellung, um die wenigen Restkarten zu ergattern. Die Comédie-Française ist eines, der großen Pariser Theater Mitten in der Innenstadt, in der Nähe des Louvre. Ein wirklich hübsches Theater muss ich sagen. Hier ein paar Bilder des Saals:

Selbst wenn wir an diesem am Ende wie immer sehr blutigem Shakespeare-Stück nur mit zum Teil ausgereckten Hälsen teilhaben konnten, war es ein schöner Abend. Die Inszenierung gefiel mir gut. Auch wenn die beiden Hauptprotagonisten natürlich alles an Theatralik in ihre Szenen legten, wie nur möglich. Aufnahmen und Fotos waren während der Vorstellung, wie meist bei Theatern üblich, nicht gestattet. Aber ich kann es auch so weiterempfehlen. Eine Grundkenntnis der Geschichte und ein gewisses Maß an Französisch sind allerdings unabdinglich 😉


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Der Besuch in der Moschee war dann etwas gesetzter. Von einer Erasmus-Organisation  arragiert, trafen wir uns zu einer Führung an der Grande Mosquée. Es ging durch den Innenhof, den Konferenzsaal sowie die Bibliothek. Der Gebetssaal war für Besucher leider nicht zugänglich.

Die Moschee wurde in den 1920er Jahren errichtet und steht im Quartier Latin. Sie ist damit die erste Moschee Frankreichs gewesen. Vom Stil her, orientiert sie sich wohl an marokkanischen Vorbildern. Gerade die vielen kleinteiligen Muster und Mosaike, die das Gebäude schmückten waren sehr beeindruckend. Dennoch war es drinnen, im Gebäude, wirklich unglaublich kalt. Obwohl es in den letzten Tagen von den Temperaturen doch Richtung Winter geht, lag es wohl an den Steinwänden und der Tatsache, dass dort nicht geheizt wurde, war es tatsächlich kälter als draußen. Der Vorhof zum Gebetsaal war aber auch nur mit einem modernen Segel gegen Witterungsschäden abgedeckt. Große Kirchen sind aber bekanntermaßen auch häufig eher kühl.

Nach der Führung ging es dann in das angeschlossene Café auf einen warmen Minztee. Nach der Kälte ein gelungener Abschluss. Insgesamt fand ich den Besuch sehr interessant. Denn es ist hierbei, wie bei so vielem, doch nochmal etwas anderes, als nur Bilder zu sehen. Vorenthalten möchte ich sie euch aber trotzdem nicht:

 

(Auf dem Titelbild sieht man übrigens den Ausblick vom Centre Pompidou Richtung des Montmatre. Leider das Gebäude des Centre Pompidou bildrechtlich geschützt, weshalb ich hier davon ohne Lizenz keine Bilder zeigen kann.)

 

 

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Juliane Sprick

I am history student at Bonn University. But I am going to study at Sorbonne University in Paris for the winter term. Let's discover Paris - Allez hop!

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