Blogventure – We blog our adventure
20160124_185521z

Heute möchte ich euch eine meiner letzten Entdeckungen, die ich in Paris gemacht habe, präsentieren. An einem Sonntagaben trieb es mich spontan dort hin. Es ist jedoch nicht so, dass ich das Haus an diesem Tag das erste Mal gesehen hätte. Aber jedesmal, wenn ich in den vergangenen Monaten die Rue de Rivoli langeschlendert bin, dachte ich, da müsste man mal reinhgehen. Ich war neugierig, wie es denn von Innen aussehen würde:

Das Haus Nummer 59 auf der Rue de Rivoli (1. Arr.).

Das Haus Nummer 59 auf der Rue de Rivoli (1. Arr.).

20160124_191214z

Entdeckt in einer Seitenstraße der Rue de Rivoli. Teil des Projekts von Sébastien Lecca, zu sehen im 59 Rivoli.

In diesem Haus hat sich mitten zwischen all den H&Ms, Zaras und anderen typischen Klamottenketten ein Künstlerkollektiv einquatiert. Im Jahr 1999 besetzten sie das damals leerstehende Gebäude, 2005 kaufte es dann die Stadt Paris, um die Künster zu unterstützen. Ob das so im Sinne des Erfinders war? 😉 Der Besuch des Hauses ist kostenfrei. Auf sechs Etagen arbeiten die verschiedensten Künstler an ihren Bildern und Objekten und stellen sie anschließend auch direkt in ihrem Raum aus. So läuft man als Besucher wenige durch eine sterile Galerie, sondern kann den Künstlern auch bei der Arbeit zugucken – ihnen praktisch über die Schulter schauen. Bei den immer wiederkehrenden Vernissagen, bei denen die neuen Kunstobjekte von ihren Erschaffern selbst vorgestellt werden, kann man zudem mit ihnen über ihre Werke ins Gespräch kommen. Dann und wann gibt es neben Gemälden, Skulpturen und Installationen auch musikalische Beiträge im “59 Rivoli”.  In den Räumen des Hauses finden häufig auch Konzerte diverser Musiker statt. Also ich an dem Abend dort ankam, spielte gerade noch eine Jazzformation im Erdgeschoss.

20160202_204347zDoch wer sind die Leute, die dort ihre Kunst vorstellen? Sie kommen aus der ganzen Welt. Es ist wirklich eine bunt gemischte Truppe. Den Namen und Sprachen nach, die ich aufgeschnappt habe, war beginnend von Europa mit Franzosen, Italienern, oder Deutschen so gut wie jeder Kontinent vertreten. Interessant fand ich, auf meiner Entdeckungsreise durch die sechs Etagen, die vielen ulkigen oder zum Teil auch sehr gesellschaftskritischen, plastischen Objekten. Ebenso haben es mir die Bilder der japanischen Künstlerin Akiko Okubo und von Vincent Truffy angetan. Die Namen hab ich mal mit den Seiten der beiden verknüpft, damit man sich selbst einen kleinen Eindruck verschaffen kann. Ansonsten findet man in dem Haus an einigen Stellen auch kleine Abstellkammern. Eine Art Sammellager für alle Objekte, die die Künstler aus Interesse über all auf der Welt eingesammelt haben. Ein wildes Sammelsorium aus Karten, Fotos, oder auch alte deutsche Baustellenschilder oder angedeutete Skulpturen aus alten Metrotickets  finden sich darunter.

Nur ein Teil der Künster ist dauerhaft in dem großen Haus. Die anderen verweilen jeweils nur eine kurze Zeit dort. Ein regelrechtes Kunstaustauschprogramm also. Damit ist wohl gleichzeitig dafür gesorgt, dass man mit jedem Besuch permanent etwas neues entdecken kann. Bestätigen kann ich natürlich nicht – ich war schließlich erst einmal da. Ein weiterer Besuch ist bei einer Rückkehr nach Paris allerdings nicht auszuschließen. 😉

 

 

About author View all posts Author website

Author Image

Juliane Sprick

I am history student at Bonn University. But I am going to study at Sorbonne University in Paris for the winter term. Let's discover Paris - Allez hop!