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Dunedin

Mittlerweile ist es für uns ganz normal geworden mehrere Stunden im Auto zu sitzen. Umso angenehmer ist es, dass wir heute nur eine vergleichsweise kurze Strecke fahren. Im Schein der Mittagssonne versuchen wir in der Hektik der Kleinstadt einen Parkplatz zu finden, was fast genauso lustig ist, wie in Wellington. Die Stadt ist allgemein so hügelig und steil, dass sie mich mehr an San Francisco erinnert. Glücklicher Weise finden wir doch noch einen Parkplatz nur 10 Minuten Fußweg vom Hostel entfernt.

Am späten Nachmittag ziehen wir nochmal los. Zunächst fahren wir zur Baldwin Street – der steilsten, bewohnten Straße der Welt. Und sie ist tatsächlich unfassbar steil. Gehört habe ich davon schon durch Galileo. Jedoch war mir gar nicht bewusst, dass sie sich hier befindet. Die Anderen brachten es erst zur Sprache. Bei einem Wettlauf, bleibt uns allen schon nach wenigen Metern die Puste weg. Es ist als würde man Treppen hinauflaufen.

Später besuchen wir noch das alte Bahnhofsgebäude der Stadt. Es ist angeblich das meist fotographierteste Gebäude Neuseelands. Schick ist es jedenfalls.

Da die letzten Tage doch Spuren an uns hinterlassen haben, genieße ich es am nächsten Tag ausschlafen zu können. Den verregneten Nachmittag verbringen wir im Hostel. Highlight des Tages ist für mich ein Kinobesuch mit meiner Schwester. Ich persönlich bin ein großer Fan der „Tribute von Panem“-Filme. Seitdem der letzte Teil in den Kinos angelaufen war, wollte ich ihn mir anschauen, allerdings blieb mir das durch meine Arbeit bei Talley’s bislang verwehrt. Nun finde ich endlich die Zeit mir den Film anzuschauen.

 


Te Anau

Die Sonne scheint wieder am nächsten Morgen, als wir zu unserer nächsten Etappe aufbrechen. Unser heutiges Ziel heißt Te Anau. Der Ferienort liegt weitere fünf Autostunden entfernt, direkt an einem See mit Ausblick auf die Berge, die gleichzeitig Heimat vieler Wanderwege sind.

Es ist für mich der Inbegriff des klassischen Ferienortes; Strand, See, Berge, Sonne, nette Leute – perfekt!

Hier verbringen wir auch unsere Silvesternacht. Ein großes Feuerwerk, abgeschossen vom Wasser, läutet das neue Jahr ein. Überraschender Weise vermisse ich die Heimat zurzeit nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass ich Silvester nicht in der Heimat verbringe. Trotzdem ist es schön meine Schwester bei mir zu haben. Ähnlich wie mein Weihnachten 2015 war auch Silvester weiß Gott nicht das spektakulärste Fest meines Lebens, aber ich werde es trotzdem immer in Erinnerung behalten.

 


Milford Sound

An Neujahr müssen wir wieder früh raus, ganz früh. Um 06:00 klingelt der Wecker und während die Freunde in Deutschland wohl gerade einen gemütlichen Abend anstimmen, setze ich mich mit meiner Schwester, Hester, Esther und Molly in unser Auto und fahre Richtung Milford Sound. Es gilt als eines der Highlights in Neuseeland, aber alleine die Strecke dorthin, ist einen Ausflug wert.

„Plant genug Zeit ein“, wurde uns am Tag zuvor geraten und jetzt weiß ich auch wieso. Wir passieren Wälder, Wiesen, Hügel, karge Schluchten, einen Tunnel, Bäche, die von Gletchern gespeist werden, und Seen, die so klar sind wie ein Spiegel. Es fällt mir teilweise schwer mich auf die Straße zu konzentrieren, da man immer einen Blick auf die Umgebung erhaschen möchte. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden und es gibt immer etwas zu sehen. Mehrere Male müssen wir anhalten, die Aussicht ist einfach zu schön, um sie links am Straßenrand liegen zu lassen.

Als wir am Hafen von Milford Sound ankommen, können wir schon den Fjord im Hintergrund erkennen.

Wir besteigen unser Boot, lichten den Anker und fahren los.
Schon nach wenigen Minuten befinden wir uns mitten im Fjord, rechts und links ragen die Felsen wie Speerspitzen rund 300 Meter aus dem Wasser. Unfassbar steil, Unfassbar hoch.

Milford Sound – nicht umsonst ein Muss für Touristen in Neuseeland! Ich kann es definitiv Jedem nur empfehlen!

 


Lake Tekapo

Die nächsten zwei Tage verbringen wir am Lake Tekapo – eine Gegend, die zweifellos als typisches Postkartenmotiv verwendet werden kann!

Weiter geht es durch Gegenden, die mich an ein staubtrockenes Arizona erinnern, gefolgt von noch mehr atemberaubenden, unbewohnten, jedoch blühenden Arealen, bevor wir den Arthur’s Pass bezwingen und schließlich an der Westküste ankommen.


 

Pancake Rocks

In Hokitika legen wir einen letzten Zwischenstopp ein, um uns die „Pancake Rocks“ anzuschauen. Die Felsen entstanden durch das Aufsteigen von Meeresablagerungen auf Grund vulkanischer Akivität. Wind und Wetter zerren nun an den Überressten.

Ein langer, aber sehr eindrucksvoller Tag liegt hinter uns, als wir endlich in Greymouth ankommen. Mit einer Flasche Wein und Cider (=Weingetränk aus Früchten) genießen wir den letzten gemeinsamen Abend, denn morgen werden Friederike und ich uns von den drei anderen Mädels trennen. Sie werden wieder für Talley’s arbeiten, während meine Schwester und ich weiterreisen werden – einmal die Westküste runter bis nach Queenstown, dann nach Christchurch und als Abschluss auf die Fidschis!

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Alexander Hirzmann

This year Alex will take the opportunity to visit New Zealand for about one year. With this, his lifetime dream comes true.