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08.03.2016

Nun ist es schon wieder alles vorbei. Meine sechs Monate im Ausland sind vorüber, ich bin bereits vor zwei Wochen wieder nach Bonn gezogen und arbeite jetzt schon seit einer Woche in dem Praktikum, das ich den März über machen werde. Ein halbes Jahr Erasmus – das war es also schon. Unglaublich, wie schnell das ging.

Aber ich möchte Euch noch von den letzten meiner Erlebnisse in Spanien berichten. Und das größte Abenteuer des Februars war zweifelsohne unsere Reise in den Norden Spaniens und die zehn Tage, die wir auf dem Jakobsweg, in Santiago und A Coruña verbrachten (besonders selbstverständlich ersteres). Also auf geht’s!

Der Jakobsweg – seit 2006, als ich Hape Kerkelings Buch “Ich bin dann mal weg” las, hatte ich mir vorgenommen, diese Erfahrung irgendwann auf jeden Fall einmal selbst zu machen. Es klang aufregend, es klang faszinierend, es klang anstrengend und fast zehn Jahre lang hatte ich den Wunsch, dieses Abenteuer selbst einmal auszuprobieren. Und was würde zum Abschluss dieses Semesters, das im Zeichen neuer Erfahrungen und Abenteuer stand, besser passen, als endlich dieses (beinahe schon) Vorhaben seit Kindheitstagen in Angriff zu nehmen?

Natürlich war mir klar, dass ich aufgrund der mir verbleibenden Zeit nicht den ganzen Jakobsweg gehen können würde. Der Camino Frances, der gemeinhin als der ursprüngliche Jakobsweg betrachtet wird, hat immerhin 33 Stationen inklusive Santiago und erfordert daher mindestens einen Monat, um ihn ganz zu bewältigen. Aber immerhin ein Stück zu gehen, das wollte ich mir nicht nehmen lassen, wo ich schon einmal in Spanien war. Und da ich in Theresa erfreulicherweise eine Partnerin für das Unternehmen gefunden hatte, nahmen wir uns vor, etwa eine Woche lang ein ca. 190 km langes Stück des Weges zu laufen. Also eigentlich planten wir, etwa 150 km zu laufen, lernten allerdings sehr schnell, dass man weder den Entfernungsangaben auf den Schildern, noch in unserem Wegführer noch den Angaben der Einwohner so ganz vertrauen konnte. Und so wären es denn nun eher um die 190 km geworden, wenn nicht… nunja, wenn nicht der Jakobsweg voller Überraschungen wäre und nie irgendetwas so läuft, wie man es plant. Sonst wäre es ja auch schließlich langweilig! 😉

In den kommenden Tagen werde ich in einigen Etappen von unserem Weg berichten und von den Erfahrungen, die wir unterwegs machten. In welcher Form genau ich das tun werde und wie ich die Woche, die wir unterwegs verbrachten, in den Berichten aufteilen werde, weiß ich noch nicht genau. Auf jeden Fall war der Jakobsweg eines der kräftezehrendsten, frustrierendsten, anstrengendsten, nervigsten und fantastischsten Erlebnisse, die ich bisher hatte. Die Erlebnisse dieser Woche werden für mich auf jeden Fall unvergesslich bleiben, soviel ist sicher. Ich bedaure es, dass ich nur einen Teil davon mit Euch teilen werden kann. Ich werde es in den kommenden Tagen versuchen! Zunächst einmal gibt es aber eine Galerie mit Bildern von unterwegs, damit Ihr auf den Geschmack kommt. Die meisten der Bilder hat Theresa mit der GoPro gemacht, die sie zum Glück dabei hatte. Meine Kamera war leider mehr Hindernis als Hilfe auf dem Weg. Doch dazu im nächsten Eintrag mehr!

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Cornelius Lilie

I am a student of History and Political Studies at Bonn University in Germany and I will study at Valencia, Spain for a semester.