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160317-StPatricksDay-15

Donnerstag, 17. März

Frisch zurück aus Skandinavien, ist am 17, März, kurz vor Ostern, St Patrick’s Day, der irische Nationalfeiertag. Das ganze Land wird in grün, weiß und orange getaucht und je große und kleinere Stadt hat eine eigene Parade, das Guiness fließt, man hört irische Musik und es wird gefeiert vom frühen Morgen bis tief in die Nacht. Mit bis zu eine halben Million Menschen kommen nach Dublin um zu feiern und wenn man das Rheinländerin so hört, könnte man meinen die Iren feiern ihre eigene Form von Karneval nur eben in grün statt rut und wiess, und auf Englisch statt Kölsch. Das Spektakel konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen – also auf nach Dublin. Von diversen irischen Freunden, werde ich für verrückt erklärt, denn es sei viel zu voll und man könnte auch im kleineren Rahmen feiern. Tatsächlich sehe ich auf meinem Weg in die Stadt viele, die den Tag auf dem Golfplatz, beim Rugby oder Pferderennen verbringen, zwei beliebte Sportarten hierzulande, und dann vielleicht mal der Parade im Heimatort für eine Stunde vorbeischauen.

Gemeinsam mit einigen Freundinnen aus Deutschland, Kanada und Amerika finden wir uns dann doch im Getümmel an der Parade wieder – und ja, ganz schön viel los. Der Zugweg ist eingezäunt und aus der dritten und vierten Reihe habe ich kaum eine Chance viel zu sehen. Trotzdem konnte ich einige tolle und aufwendige Kostüme entdecken, alle passend zum diesjährigen Motto „Das Leben in der Zukunft“. Der Zug besteht fast ausschließlich Fußgruppen und zahlreiche Marchingbands von amerikanischen Highschools und die einzigen kleinen, aber hohen, Wagen, werden ausnahmslos von Menschenhand geschoben, statt von Autos gezogen. Bei strahlendem Sonnenschein auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Nach etwa einer Stunde löst sich alles auf und wir begeben uns auf die Suche nach einem Pub. Die Stadt ist voll, doch wir haben Glück und werden fündig. Dort wird dann auch getanzt und die vorher zum Teil verhaltene Stimmung nimmt endlich Fahrt auf. Der Abend endet für uns in Barhopping und wir finden auch einen Pub mit guter irischer Küche. Unterwegs finden wir immer wieder Straßenzüge gesperrt, die sich in eine Kirmes verwandelt haben, während es abseits der Pubs und des Zugwegs sonst recht leer ist. Abschließend feiern die anderen dann in unserem Uniort, Maynooth weiter, während ich mich auf den Weg nach Schottland mache.

Freitag, Samstag und Sonntag, 18. – 20. März

Nach der Party in Dublin fliege ich am nächsten Morgen sehr früh nach Edinburgh um mich dort mit Heidi, einer Freundin aus Bonn, zu treffen. Aufgrund des frühen Fluges habe ich die Nacht am Flughafen verbracht.. naja mit der Idee war ich offensichtlich nicht allein und bei dem Hochbetrieb war das mit dem Schlafen schon eine Herausforderung, aber so ist das eben mit den Erfahrungen.. weiß man erst im Nachhinein 😉

Der Tag in Edinburgh und die anschließende Fahrt nach Aberdeen waren auf jeden Fall wirklich schön, allerdings auch ein wenig anstrengend. Abends waren wir schließlich noch zu Tobis Konzert eingeladen, doch wir haben es leider erst zur zweiten Hälfte geschafft… denn naja, also in Aberdeen gibt es zwei Gebäude, die fast den gleichen Namen haben und Google Maps hat da schonmal so seine Schwierigkeiten. Auf jeden Fall standen Heidi und ich nach einem entspannten Küstenspaziergang pünktlich zu Konzertbeginn am falschen Gebäude am anderen Ende der Stadt und mein Handyakku war quasi leer. Zum Glück kannte ich mich noch ein wenig vom letzten Besuch aus und nach einem Zwischenstopp im Mäcces zum Akku laden, konnten wir dann zumindest die letzten Lieder genießen. Zum Abschluss spielte die Conzertband die originale Version von der kölschen Hymne ‘Du bes die Stadt’, die da wäre ‘Highland Cathedral’ von Uli Roever und Micheal Korb. Kölsche Tön mitten in Schottland – ne wat für ein schönes Ende eines chaotischen Tages. Einfach rschjut! 😉

Die nächsten beiden Tage waren dafür umso entspannter und wurden einfach nur den guten Gesprächen, der Freundschaft im Allgemeinen und ausgedehntem Spazieren gewidmet. Das hat wirklich gut getan und war dringend nötig 😀

Hier noch ein paar Eindrücke und bis zum nächsten Mal!

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Anna-Lena Oehmann

I am studying Musicology and British Literature at Bonn University in Germany and will spend my year abroad at Maynooth University near Dublin.