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Als wir wieder an der Küste ankommen stellen wir schnell fest: das Wetter ist noch schlechter als vor ein paar Tagen. Wir sind extra zuerst ins Outback gefahren, um dem schlechten Wetter zu entkommen, nur um jetzt zurück zu kehren und zu merken, dass es noch schlechter aussieht. Das heißt: Fraser Island können wir nicht besuchen – verdammt. Es gab nur wenige Orte, die ich unbedingt besuchen wollte und von denen ich schon von Neuseeland aus gehört habe, aber Fraser Island hat definitiv dazu gehört. Aber so ist es nun. Als Ersatz hat Olli Magnetic Island rausgesucht. Diese Insel befindet sich vor der Küste von Townsville, was sowieso das Ende unseres Roadtrips dargestellt hat. Also müssen wir wie so oft unsere Pläne über den Haufen werfen. Während wir uns anfangs noch auf den jeweils anderen verlassen und keine Pläne geschmiedet haben, so funktionieren sie jetzt aufgrund von widrigen Umständen einfach nicht mehr. Nur eine Konstante bleibt bestehen – es geht weiter Richtung Norden.

Zwei Tage später kommen wir an einem Ort an, den Olli und Marco bereits kennen. Sie haben mir die Stelle so beschrieben, dass es hier verschiedene Wasserfälle gäbe und man ebenso Wasserrutschen nutzen könne, um von einem See in den nächsten zu gelangen. Sie haben mir Videos von ihrem letzten Besuch gezeigt und es sah wirklich umwerfend aus.
Während Till und Olli etwas vorgegangen sind, traben Marco und ich gemütlich mit einem Wasserkanister auf der Schulter hinterher.
„Du wirst diesen Ort lieben, es ist wirklich wunderschön“, meint Marco.
„Ich bin ja mal gespannt, das hört sich echt gut an“ antworte ich.
Plötzlich schallt uns Ollis Stimme von weitem entgegen: „Marco, kannst du den Wasserfall hören?“
„Nein?“
„Ja genau! Hier ist kein Wasserfall mehr!“
Während wir es am Anfang noch für einen schlechten Scherz halten, können wir es später kaum glauben. Keine Wasserfälle, keine Wasserrutschen. Nur ein paar grüne Tümpel, auf dessen Oberfläche Wasserläufer tanzen.

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„Verdammter Mist, anscheinend hat es hier die letzten Wochen nicht geregnet und es ist alles ausgetrocknet.“
Was für ein Rückschlag. Während uns an einem Ort der Regen den Besuch einer Insel unmöglich macht, fehlt er hier umso mehr. Und jetzt? Naja, machen wir halt das Beste daraus. Natürlich wäre es wesentlich schöner gewesen, wenn nicht alles so ausgetrocknet wäre, aber was will man machen.

Momentaufnahme 1 (25.05.2016 18-44)


 

Tags drauf fahren wir wieder an die Küste. Irgendwie haben die letzten Tage gezeigt, das Attraktionen im Inland oft nicht so spektakulär waren, wie erwartet. Das Meer bzw. die Küste bietet hingegen eine loyale Schönheit, die uns in ihren Bann zieht. Darauf kann man sich immer verlassen.

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Während wir uns in den nächsten Tagen weiter unseren Weg Richtung Norden bahnen, wird das Wetter spürbar tropischer. Die Temperatur steigt genauso wie die Luftfeuchtigkeit. Wir halten wie so oft an der Küste, allerdings zwingt uns eine in der Dämmerung erscheinender Mückenarmee zum Rückzug.

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Entschädigung bei Nacht

Entschädigung bei Nacht

Jeden Tag kämpfen wir mehr und mehr mit den blutsaugenden Insekten. Leider hat Till kein Moskitonetz für seinen Van und mit geschlossenen Fenstern hält man es nachts nicht aus. Daher beten wir jeden Tag, dass wir im nächsten Schlaf nicht allzu sehr zerstochen werden.
Gegen die heißen Temperaturen hilft doch eigentlich nur eins: Abkühlung. Glücklicher Weise ist Olli immer sehr motiviert die besten Wasserfälle, Seen und Klippen zu finden. Also steht bald wieder Klippenspringen auf dem Programm.

Nach einer langen Fahrt kommen wir nachmittags endlich im Nationalpark an. Nachdem wir uns durch das unwegsame Gelände gekämpft haben, parken wir unsere Autos und laufen die letzten paar Hundert Meter zu unserem Ziel.

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Das kalte Wasser bietet die perfekte Abkühlung von den heißen Temperaturen.

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Momentaufnahme 1 (25.05.2016 19-02)

Nach mehreren Sprüngen aus verschieden Höhen ins Wasser, laufen wir noch an einen weiteren Wasserfall.

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Am nächsten Morgen kommen wir nochmals hier hin, da es einfach viel zu viel Spaß gemacht hat. 😉


Was steht als nächstes an? Wir fahren mit einer Fähre auf die Daydream Island zum Schnorcheln, bevor wir einen 268 Meter hohen Wasserfall besuchen.

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Alexander Hirzmann

This year Alex will take the opportunity to visit New Zealand for about one year. With this, his lifetime dream comes true.